Alphornblasen, Tanz und eine fliegende Eule
Drei Schwesterstädte an der Langen Tafel
Seit 2010 kommen die Menschen aus Waldenburg im Hohenlohekreis, in Sachsen und im Baselbiet alle zwei Jahre zusammen. Dieses Mal führte die Begegnung ins Baselbiet. 90 Waldenburgerinnen und Waldenburger aus Deutschland kamen per Bus, per Velo oder Traktor in die Schweiz.
Das OK des diesjährigen Waldenburgertreffens und der Gemeinderat wollten den Gästen und den Einwohnerinnen und Einwohnern nicht alltägliche Einblicke in das Vereins- und Kulturleben geben: Neben einem «Stedtli»-Rundgang öffneten das von Erfindertum sprühende Solex- und das doch eher schaurige Gasmaskenmuseum ihre Türen, die «Ville des Arts» bot einen Kunstrundgang an und bei den Militärschützen konnten die Gäste mit Armeewaffen schiessen – ein Erlebnis, das viele Gäste beeindruckte.
Ein weiterer Höhepunkt war das 100-Jahre-Jubiläum des Wasserreservoirs Lammet. Gerade in diesem trockenen Sommer wurde uns allen bewusst, wie wertvoll diese Ressource ist.
Die Tage waren geprägt von Begegnungen und Musik: Das «Duo Sunnebärg» und die Alphorngruppe Magden sorgten mit ihren Klängen für besondere Stimmung. Man durfte sogar selber ins Horn blasen. Beim gemeinsamen Tanz mit der Trachtengruppe Waldenburgertal wurde viel gestolpert, dank guter Anleitung schliesslich aber doch harmonisch gemeinsam getanzt, ganz im Zeichen der Verbundenheit.
Ein berührendes Zeichen der Städte freundschaft setzte die Versteigerung einer von Kettensägekünstler Norman Altermatt geschnitzten Eule. Die Waldenburgs aus Hohenlohe und Sachsen ersteigerten sie gemeinsam. Nun soll die Eule jeweils von einem Waldenburg zum nächsten fliegen – als Symbol dafür, dass die Freundschaft über die Grenzen weiterreist.
Am Abend versammelten sich alle im «Stedtli» an der «Langen Tafel». Bei sommerlichem Raclette und einem reichhaltigen Kuchenbuffet wurde gegessen, angestossen und es wurden Geschichten aus den verschiedenen Waldenburgs geteilt. Beim Kahoot-Ratespiel mit Fragen zu den drei Waldenburgs forderten sich die Teams gegenseitig. Am Ende setzten sich die Teilnehmenden aus Hohenlohe durch, was der Freundschaft aber keinen Abbruch tat.
Am Sonntag wurde der Besuch mit einem Konzert von drei regionalen Chören abgerundet und mit dem traditionellen Mitbringsel als Wegzehrung machten sich unsere Gäste auf den Heimweg, während sich die Mitinitianten ans Aufräumen machten.
Die Begegnung im Baselbiet hat gezeigt, dass aus einem gemeinsamen Namen über Jahre hinweg Freundschaft wachsen kann. Die drei Waldenburgs mögen weit auseinander liegen, aber ihre Menschen rücken mit solchen Begegnungen ein Stück näher zusammen.
Und die Eule? Sie wird fliegen! Und mit ihr die Gewissheit, dass die Verbindung auch in Zukunft weiterlebt. Andrea Sulzer, Gemeindepräsidentin Waldenburg



